205 Jahre Ordensleben

04. Okt 2025

205 Jahre Ordensleben

Drei Schwestern der hl. Elisabeth feiern ihre Weihe an Christus

Sr. M. Gregoria, Sr. M. Perpetua und Sr. M. Irene schauen auf ein äußerst langes Ordensleben zurück.
Sr. M. Gregoria und Sr. M. Perpetua auf 70 Jahre, Sr. M. Irene auf 65 Jahre.

Mitten hinein in eine kaltherzige Zeit berief GOTT unseren Ordensvater, den hl. Franziskus vor mehr als 800 Jahren, dem Evangelium ein Gesicht zu geben. Er lehrte Menschen, „den Fußspuren Jesu“ zu folgen. Von seinem Vorbild fühlten auch unsere Ordensjubilarinnen sich angesprochen, zu IHM hingezogen. Das Feuer der Liebe, das in ihnen brannte, wollte Licht und Wärme in die Welt von heute tragen und sich – über den Orden hinaus – in der Nächstenliebe erweisen.

Schwester Marianne gratulieret im Namen der Ordensgemeinschaft den Schwestern mit den Worten:

In all den Jahren haben Sie sich immer wieder mit der Frage beschäftigt: „Wofür lebe ich?“

Ein Leben lang blieben Sie auf der Suche nach Gott, täglich ließen Sie sich ein auf sein Wort. Gott, so haben Sie es erfahren, ist nie Besitz, das Leben selbst auch nicht. Ihr Leben blieb stets ein Einüben in die Weg-Gefährtenschaft mit Jesus. Ja – ein Pilgerweg ist unser Leben, die Treue in Hingabe zu leben, ist unsere Devise.

Immer wieder dieses Bleiben – unsere dauerhafte Bindung an diese Gemeinschaft, die Sie vor so vielen Jahren gelobten. Sie ist untrennbar von den Evangelischen Räten, nach denen bereits all unsere verstorbenen Schwestern sich haben führen lassen auf dem Weg in die wirkliche Freiheit, die Gott schenkt.

Zu diesen Weisungen gehört, was wir in der Profess gelobten:

Die Armut, die uns in die Haltung der Dankbarkeit bringt. Sie holt uns weg vom Habenwollen. Sie bedeutet, die eigenen Begrenzungen zu akzeptieren und auch die der anderen, mit denen wir zusammenleben. Sie bringt uns in die Solidarität mit den Armen unserer Stadt, mit den Armen der Welt.

Den Gehorsam, der uns lehrt, der Stimme des Herzens zu lauschen, auf die Stimme Gottes, die hörbar wird durch Menschen und Situationen. Wir lauschen auf das, was dem Leben dient, frei von Machtansprüchen, lassen uns berühren vom Leben und vom Leid der anderen, von Gottes leiser Stimme in uns.

Die Jungfräulichkeit, die uns die Größe unserer Würde entdecken lässt als Geschenk und Aufgabe.

Wir dürfen sicher sein, dass nicht Leistung und Ansehen uns ausmachen, sondern die uns immer umhüllende Liebe Gottes. Sie ist Verheißung eines erfüllten und erlösten Lebens und will in uns Wirklichkeit werden. Unser Leben in klösterlicher Gemeinschaft bedeutet, den Tag auf Gott auszurichten, bedeutet Aushalten, Leben teilen, aber auch, wie wir es nun wieder tun, Feiern. Solche Zeiten brauchen wir so nötig wie Brot und Wasser.

Und die Menschen um uns herum brauchen Sie, liebe Schwestern, die Sie schon so viele Jahre Jesus folgen und Ihre Berufung mutig leben in dieser Zeit. Dazu schenke Gott Ihnen auch zukünftig ganz viel Kraft.“

Wir danken unseren Schwestern für ihr Lebenszeugnis, mit dem sie sichtbar machen, dass Nachfolge Jesu durchträgt in allen Lebenslagen, in jedem Alter. Wie es uns gelingen kann, durch Nächstenliebe die Welt heller, freundlicher und wärmer zu machen, Spuren in den Seelen der Menschen zu hinterlassen, so dass im gemeinsamen hinschauen auf GOTT und seinen Freund Franziskus wir einander in Freude verbunden bleiben.

Dies feierten im Gottesdienst und anschließender Mahlgemeinschaft viele Menschen, die ihren Lebensweg begleiteten, mit unseren Jubilarinnen und allen, die im Elisabethkloster leben.


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